Für besondere Begeisterung sorgte ein unerwarteter Moment: Ein echtes Reh kreuzte den Waldweg und konnte von allen gut beobachtet werden. Mit Lupengläsern ausgestattet erkundete die Klasse anschließend Pflanzen und kleine Waldbewohner im Detail. Die Möglichkeit, die Natur hautnah zu erleben, sorgte für viele spannende Einblicke in die heimische Tier- und Pflanzenwelt und faszinierte nicht nur die Schülerinnen und Schüler. Ein weiteres Highlight war das Zubereiten von Brennnesseltee unter Anleitung des Försters. Gemeinsam wurden Brennnesseln gesammelt, ein Feuer entfacht und anschließend der Tee gekocht – eine wohltuende Pause und zugleich ein besonderes Naturerlebnis.
Auch das Lernen mit allen Sinnen stand im Mittelpunkt: Bei einem Sinnesparcours tasteten sich die Teilnehmenden mit verbundenen Augen an einem zwischen Bäumen gespannten Seil entlang und nahmen den Wald bewusst über andere Sinneskanäle wahr. Auf besondere Weise erlebbar gemacht wurde der Wald außerdem durch die Erzeugung von Klängen auf einem umgestürzten Baumstamm – eindrucksvoll konnte beobachtet werden, wie sich Schallwellen durch das Holz ausbreiten. Beim Sammeln von „Waldschätzen“ in Eierkartons wurden Zapfen, Blüten, Rinde, Moos und weitere Naturmaterialien entdeckt. Während des gesamten Vormittags erklärte der Förster ausführlich die Bedeutung der Waldpädagogik, erläuterte anschaulich die Zusammenhänge des Ökosystems Wald und beantwortete zahlreiche Fragen.
Den gelungenen Abschluss bildete der Besuch des nahegelegenen Wildschweingeheges. Dort konnten die Tiere aus nächster Nähe beobachtet werden. Besonders die Frischlinge sorgten für Begeisterung – und als sich zwei Wildschweinsäue direkt am Zaun niederließen und ihre Jungen säugten, war der Abschluss des Tages perfekt. Der Waldtag bot abwechslungsreiche Naturerfahrungen, viele Möglichkeiten zum Lernen mit allen Sinnen und wird der Klasse BFSAID2 noch lange in Erinnerung bleiben. Vielen Dank Herr Reich und Frau Sporys.





