Das Forscherteam testeten zunächst sechs verschiedene Substratausgangsstoffe. Auf Grundlage dieser Untersuchungen stellten sie nach dem Baukastenprinzip vier eigene Kultursubstrate her. Als Basismaterialien dienten Grünkompost, Rindenhumus und Holzfaser. Besonderes Augenmerk legten sie zudem auf zwei Pflanzenkohlen sowie eine Klärschlammkohle. Diese Materialien gelten als besonders nachhaltig, da sie durch den Pyrolyseprozess sehr stabil sind, im Substrat nicht abgebaut werden und langfristig Kohlenstoff binden. In einem 16-wöchigen Anbauversuch mit Tagetes verglichen das Team ihre Substrate mit einem handelsüblichen torffreien und einem torfhaltigen Substrat. Das Ergebnis: Eines der neuen Substrate ließ die Pflanzen deutlich besser wachsen als das torffreie Vergleichsprodukt und erreichte in Größe, Blütenzahl und Wurzelentwicklung etc. Werte, die dem torfhaltigen Substrat vergleichbar waren.
Die Jury war beeindruckt von der systematischen, wissenschaftlichen Vorgehensweise des Forscherteams sowie der praxisnahen Bearbeitung eines ökologisch relevanten Themas. Mit ihrem Projekt leisten sie einen wichtigen Beitrag zur Diskussion nachhaltiger Lösungen im Gartenbau und zeigen, dass Umweltschutz und erfolgreiche Pflanzenkultur kein Widerspruch sind.
Schulleiter Herbert Weber und die betreuende Lehrerin Brigitte Schürmann gratulieren dem Team ganz herzlich und wünschen viel Erfolg beim Landeswettbewerb.





